Prozessbegleitung am Dienstag, den 28. Oktober 2014 in Burg!

Anfang des Jahres sollte es in der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) eine Veranstaltung zum Roten Frontkämpferbund (RFB) und dessen antifaschistischen Selbstschutz geben, welche von der Polizei gestört und verhindert wurde. So wurde im Vorfeld massiv Druck auf die Verantwortlichen der Räumlichkeiten, in denen die Veranstaltung stattfinden sollte, ausgeübt. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei aus Magdeburg kriminalisierte die Menschen, die sich vor dem Gebäude aufhielten, indem Personalien aufgenommen und Platzverweise erteilt wurden. Ein junger Antifaschist wurde außerdem aufgrund eines T-Shirts mit der Aufschrift „ACAB – All Cops are Bastards“ abfotografiert und steht nun vor Gericht.

Dem Betroffenen wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen, durch die Meinungskundgabe auf dem T-Shirt drei diesbezüglich sehr sensible Polizisten in ihrer „Ehre“ schwer getroffen zu haben. Unabhänig des auf dem T-Shirt stehenden Inhaltes, der zum Teil kritikwürdig ist, sind die überzogenen Maßnahmen der eingesetzten PolizeibeamtInnen rund um die Veranstaltung ein weiteres Beispiel dafür, wie in Burg seit mehr als zwei Jahren AntifaschistInnen wegen banaler Dinge kriminalisiert und den Willkürmaßnahmen der Polizei ausgesetzt werden.

Wir rufen deshalb dazu auf, am Dienstag, den 28. Oktober 2014 zum Amtsgericht zu kommen um sich solidarisch mit dem Angeklaten zu zeigen und unsere Forderungen nach einem Freispruch sowie dem Ende von Repression und Polizeiwillkür deutlich zu machen.

Prozessbegleitung | Di, 28. Oktober 2014 | 9 Uhr | Amtsgericht | Burg

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Kulturmagazin »Polilux« über Neonazis im Jerichower Land!

Seit Oktober 2014 hat das Jerichower Land nun auch ein Kulturmagazin, welches unter dem Namen »Polilux« erscheint. Herausgeber ist der Weitblick e.V. welcher seit mehreren Jahren das Burg Theater betreibt und sich das Ziel gesetzt hat, kulturelles, gemeinnütziges und generationsübergreifendes Denken, Handeln und Arbeiten in Burg und darüber hinaus zu stärken. Neben einer Vielzahl von Ankündigungen, Berichten und Terminhinweisen findet man in der ersten Ausgabe einen Beitrag von uns über die Entstehung und Entwicklung der Neonazistrukturen im Jerichower Land. Außerdem wird im Artikel dazu aufgerufen, selbst die Initative gegen Neonazis zu ergreifen und sich für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen.

Das Kulturmagazin hat eine Auflage von 7.000 Exemplaren und ist im Burg Theater (Magdeburger Straße 4), in Geschäften der Burger Innenstadt oder online als PDF-Datei erhältlich.

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Infotelefon: Meldet Naziaktivitäten beim Rolandfest in Burg!

Vom 12. – 14. September 2014 findet in der Innenstadt von Burg das jährliche Rolandfest statt. Rund um die Rolandstatue, die im Mittelalter als Zeichen bürgerlicher Freiheit in vielen Städten aufgestellt wurden, wird es von mehreren Bühnen u.a. ein musikalisches Programm geben. Neben zahlreichen Besuchern, die sich an diesen Tagen in Burg aufhalten werden, ist wie schon in den Vorjahren damit zu rechnen, dass dieses Fest auch ein Anziehungspunkt für Neonazis aus Sachsen-Anhalt darstellen wird. Allein im letzten Jahr, versammelten sich rund 40 Faschisten in der Stadt und bedrohten AntifaschistInnen. In mindestens zwei Fällen versuchten diese dabei auch ihrer Drohung nachzukommen und Personen anzugreifen.

Damit in diesem Jahr frühzeitig Neonaziaktivitäten bemerkt werden können, wird ein Infotelefon geschaltet sein. Dieses könnt ihr anrufen, wenn ihr größere Gruppen von Neonazis in der Stadt seht oder sogar Übergriffe beobachtet. Teilt uns dabei folgendes genau mit: Um wieviel Neonazis handelt es sich? Wo halten diese sich auf? Ist etwas passiert, wenn ja, was? Ist die Polizei schon vor Ort?

Infonummer: 015227324592
(Erreichbar am Freitag und Samstag – jeweils zwischen 20:00 Uhr – 04:00 Uhr)