Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Nazis am 1. Juni 2013 in Wolfsburg aufmarschieren und ihr rassistisches und nationalistisches Gedankengut auf die Straße tragen. Unter demselben Motto fanden bereits Aufmärsche in Pinneberg, Hildesheim, Braunschweig/Peine und Hamburg statt. Mittlerweile hat sich der „Tag der deutschen Zukunft“ zu einem der wichtigsten jährlichen Ereignisse für Nazis in Norddeutschland entwickelt. Um in diesem Jahr aktiv gegen den Naziaufmarsch vorzugehen gründete sich das antifaschistische Bündnis „Keine Zukunft für Nazis“, was dazu entschlossen ist, den Aufmarsch zu verhindern.
Infoveranstaltung: Am Mittwoch, den 22. Mai 2013 wird es eine Veranstaltung um 19:00 Uhr in Burg geben, wo auf die Geschichte des Naziaufmarsches eingegangen sowie über die geplanten Gegenaktivitäten informiert wird.
Bustickets: Für Samstag (01. Juni 2013) wird es eine Busreise von Burg nach Wolfsburg geben. Der Preis pro Ticket beträgt 15 Euro. Tickets könnt ihr per Mail (a-a-burg@riseup.net) bestellen oder bei der Infoveranstaltung kaufen.
Anreise: Den Abfahrtsort und die Uhrzeit erfahrt ihr beim Kauf der Tickets. Diesen bitten wir euch allerdings nicht öffentlich zu verbreiten.
01. Juni 2013 | ab 10 Uhr | Hauptbahnhof | Wolfsburg | Infos: www.no-tddz.org
Hinweis: Außerdem gibt es in Halberstadt (24.05.2013), Rostock (27.05.2013) und Leipzig (27.05.2013) Infoveranstaltungen.
Mit einer Fläche von 1600 km² (etwa doppelt so groß wie Berlin) und gerade einmal 95.000 Einwohnern ist das Jerichower Land, wie weite Teile Sachsen-Anhalts, eher ländlich geprägt. Die vorhandenen antifaschistischen Strukturen und Einzelpersonen sind meist auf sich allein gestellt. Um diesen Zustand zu beenden veranstalten wir am Samstag, den 25. Mai 2013 ein antifaschistisches Vernetzungstreffen. Eingeladen sind alle Interessierten Menschen aus dem Jerichower Land und die, die mal hier gewohnt haben. Nach einer Vorstellungsrunde wird es einen Überblick über den aktuellen Stand der Neonaziszene in der Region geben. Außerdem wird eine für die kommenden Monate geplante antifaschistischen Aktionsreihe präsentiert!
Kommt zum Vernetzungstreffen und bereitet euch schon im Vorfeld darauf vor. Bringt eure Ideen mit und lasst uns diese gemeinsam Diskutieren.
Vernetzungstreffen: Samstag, 25. Mai 2013 | ab 11 Uhr | Ort auf Anfrage
Wir veröffentlichen an dieser Stelle nicht den Ort, da wir in der letzten Zeit einer massiven Repression des Staates ausgesetzt sind und wollen so verhindern, dass dieser weitere Einblicke in unsere Strukturen bekommt. Den Ort könnt ihr allerdings bei bekannten AntifaschistInnen aus dem Jerichower Land erfahren oder ihr schreibt uns eine E-Mail.
Wir bitten euch außerdem, keine Tiere mitzubringen. Alkohol und andere Drogen werden nicht geduldet! Für Essen (vegan & vegetarisch) und Trinken ist gesorgt, Schlafplätze sind vorhanden.
Mit einer Kranzniederlegung am Sowjetischen Ehrenmal gedachten am 07. Mai 2013 mehrere AntifaschistInnen in Burg der Befreiung vom Nationalsozialismus vor nunmehr 68 Jahren. Dass die Kranzniederlegung in diesem Jahr schon einen Tag vor dem 08. Mai, dem offiziellen Gedenktag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und damit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, stattfand, lag zum einen daran, dass AntifaschistInnen aus Burg sich an den Gegenaktivitäten zum geschichtsrevisionistischen Aufmarsch von Neonazis in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) am Mittwoch, den 08. Mai 2013 beteiligen werden.
Unter dem Banner „8. Mai – Tag der Befreiung! Wir danken der roten Armee“ wurden mehrere Redebeiträge während der Kranzniederlegung gehalten. Diese setzten sich mit dem Nationalsozialismus auseinander und gingen auf die rote Armee ein, die nicht nur die Stadt Burg befreite, sondern auch im Kampf gegen Nazideutschland die Hauptlast und den damit entscheidenden Anteil am Sieg geleistet hatte. Denn lange bevor die zweite Front im Westen eröffnet wurde, hatten sowjetische SoldatInnen die Nazis vor Moskau gestoppt, in Stalingrad und im Kursker Bogen die Wende des Krieges erzwungen.
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die sich heute an der Kranzniederlegung beteiligten und wollen an dieser Stelle nochmal den Opfern des deutschen Vernichtungswahns gedenken und allen antifaschistischen Widerstandskämpfern sowie der roten Armee für die Zerschlagung Nazideutschlands danken.