Spendenaufruf: Unterstützt die verurteilten Antifas aus Burg!

Am 14. und 21. Juli 2014 wurde vor dem Magdeburger Landgericht erneut gegen einen Antifaschisten aus Burg (Sachsen-Anhalt) verhandelt. Hintergrund waren die entschlossenen antifaschistischen Aktionen gegen den Nazi-Großaufmarsch am 14. Januar 2012 in Magdeburg. Dem Betroffenen wurden das versuchte Durchbrechen von Polizeiabsperrungen entlang der Naziroute sowie der Angriff auf Polizisten, die den Aufmarsch der Faschisten schützten, vorgeworfen. Die beiden Verhandlungstage endeten mit einer Verurteilung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von 8 Monaten, ausgesetzt auf 3 Jahre Bewährung und einer Zahlung von 500 Euro.

Damit wurde nun schon der fünfte Antifaschist aus Burg in den »Magdeburg 2012« Verfahren verurteilt – gegen weitere wird noch ermittelt.

Um allein die Anwalts- und Prozesskosten sowie die Strafe in diesem Verfahren zu bewältigen, sind wir dringend auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen!

Die Rote Hilfe hat ein Spendenkonto für die von Repression betroffenen AntifaschistInnen aus Burg eingerichtet und ein Plakat (PDF) veröffentlicht, welches als Kopiervorlage genutzt werden kann. Im Vorfeld dieser Verhandlung wurde außerdem ein Interview geführt, welches die derzeitige Situation in der Stadt verdeutlicht.

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Gedenken & Geschichte – 90 Jahre Roter Frontkämpferbund!

Mit verschiedenen Veranstaltungen setzen wir uns anlässlich des 90. Jahrestages der Gründung des Roten Frontkämpferbundes (RFB) mit dem historischen antifaschistischen Widerstand auseinander und wollen das Gedenken an den KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der vor 70 Jahren von den Faschisten ermordet wurde, aufrecht erhalten. Der RFB gilt als erste »Einheitsfrontorganisation« der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und stand den faschistischen Wehrverbänden wie dem »Stahlhelm« oder der SA zur Zeit der Weimarer Republik gegenüber. Thälmann, der über Jahre die Leitung des RFB übernahm, wurde 1933 von den Nazis verhaftet und 11 Jahre später von diesen im KZ-Buchenwald erschossen.

Das Gedenken an Ernst Thälmann und all jener an­ti­fa­schis­ti­schen & kommunistischen Wi­der­stands­kämp­fer darf nicht verdrängt oder vergessen werden. Ihm kommt eine zentrale Bedeutung für antifaschistische Arbeit zu. Damalige Organisations- und Kampferfahrungen  könnten Vorbild für heute sein bzw. ermöglichen Schlussfolgerungen für das eigene handeln aktuell.

Entschlossener Antifaschismus hat neben der Vergangenheit und der Gegenwart vor allem eine Zukunft – wie diese aussehen wird, liegt in unseren Händen!

Ankündigungstext zur Veranstaltung anlässlich des 90. Jahrestages der Gründung des Roten Frontkämpferbundes (RFB) am Freitag, den 15. August 2014 um 19:00 Uhr im Hugenottenkabinett (Bruchstraße 24) in Burg

Ankündigungstext zur Kranzniederlegung anlässlich des 70. Jahrestages der Ermordung Ernst Thälmanns am Montag, den 18. August 2014 um 17:00 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar

Ankündigungstext zur Konferenz, Ehrung und Demonstration anlässlich der Ermordung Ernst Thälmanns am Samstag, den 23. August 2014 ab 10:00 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus und anschließend im Ernst-Thälmann-Park in Berlin

Informationsbeitrag: Solidarität mit den Flüchtlingen in Burg!

Keine Arbeitserlaubnis über Jahre, unzureichende medizinische Behandlung, Unterdrückung der Reisefreiheit durch die Residenzpflicht, stetige Bedrohung durch Abschiebung, Isolation in einem ländlichen Gebiet und die Unterbringung in einem Lager waren die Gründe weshalb sich im Februar 2014 ein Flüchtling mit einem Sprung aus dem Fenster der sogenannten „Gemeinschaftsunterkunft“ in Burg das Leben nehmen wollte. Der Selbstmordversuch scheiterte glücklicherweise. An den miserablen Lebensbedingungen und der alltäglichen Verfolgung durch die Ausländerbehörde der mehr als 250 Flüchtlinge, die in einem Lager am Ortsrand der Stadt leben müssen, hat sich jedoch nichts geändert.

Seit mehreren Wochen kämpfen deshalb ein Teil der Flüchtlinge in Burg gegen diese Zustände und brauchen in ihrem Kampf für bessere Lebensbedingungen und gegen gesellschaftlichen sowie staatlichen Rassismus eine breite Unterstützung!

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