Einschätzung: Naziaufmarsch im Januar 2015 in Magdeburg!

Im Laufe der Zeit hat sich der jährliche Neonaziaufmarsch in Magdeburg zu einem der letzten Großaufmärsche der bundesdeutschen Neonaziszene entwickelt, der – noch! – nicht verhindert werden konnte. Auch daher war die Veranstaltung bislang für Neonazis in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus von großer Bedeutung. Angesichts des 70. Jahrestages der Bombardierung der Stadt durch alliierte Luftverbände im Zweiten Weltkrieg könnte im Januar 2015 ein noch größerer Aufmarsch bevorstehen. Die Betonung liegt auf „könnte“ – denn die Ausgangslage der Nazis hat sich verändert und, wie wir meinen, verschlechtert. Deshalb bedarf es eines genaueren Blicks, um die geplanten antifaschistischen Aktionen zum Ziel zu führen.

Weiterlesen…

Prozessbegleitung am Dienstag, den 28. Oktober 2014 in Burg!

Anfang des Jahres sollte es in der Stadt Burg (Sachsen-Anhalt) eine Veranstaltung zum Roten Frontkämpferbund (RFB) und dessen antifaschistischen Selbstschutz geben, welche von der Polizei gestört und verhindert wurde. So wurde im Vorfeld massiv Druck auf die Verantwortlichen der Räumlichkeiten, in denen die Veranstaltung stattfinden sollte, ausgeübt. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei aus Magdeburg kriminalisierte die Menschen, die sich vor dem Gebäude aufhielten, indem Personalien aufgenommen und Platzverweise erteilt wurden. Ein junger Antifaschist wurde außerdem aufgrund eines T-Shirts mit der Aufschrift „ACAB – All Cops are Bastards“ abfotografiert und steht nun vor Gericht.

Dem Betroffenen wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen, durch die Meinungskundgabe auf dem T-Shirt drei diesbezüglich sehr sensible Polizisten in ihrer „Ehre“ schwer getroffen zu haben. Unabhänig des auf dem T-Shirt stehenden Inhaltes, der zum Teil kritikwürdig ist, sind die überzogenen Maßnahmen der eingesetzten PolizeibeamtInnen rund um die Veranstaltung ein weiteres Beispiel dafür, wie in Burg seit mehr als zwei Jahren AntifaschistInnen wegen banaler Dinge kriminalisiert und den Willkürmaßnahmen der Polizei ausgesetzt werden.

Wir rufen deshalb dazu auf, am Dienstag, den 28. Oktober 2014 zum Amtsgericht zu kommen um sich solidarisch mit dem Angeklaten zu zeigen und unsere Forderungen nach einem Freispruch sowie dem Ende von Repression und Polizeiwillkür deutlich zu machen.

Prozessbegleitung | Di, 28. Oktober 2014 | 9 Uhr | Amtsgericht | Burg

Weiterlesen…

Kulturmagazin »Polilux« über Neonazis im Jerichower Land!

Seit Oktober 2014 hat das Jerichower Land nun auch ein Kulturmagazin, welches unter dem Namen »Polilux« erscheint. Herausgeber ist der Weitblick e.V. welcher seit mehreren Jahren das Burg Theater betreibt und sich das Ziel gesetzt hat, kulturelles, gemeinnütziges und generationsübergreifendes Denken, Handeln und Arbeiten in Burg und darüber hinaus zu stärken. Neben einer Vielzahl von Ankündigungen, Berichten und Terminhinweisen findet man in der ersten Ausgabe einen Beitrag von uns über die Entstehung und Entwicklung der Neonazistrukturen im Jerichower Land. Außerdem wird im Artikel dazu aufgerufen, selbst die Initative gegen Neonazis zu ergreifen und sich für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen.

Das Kulturmagazin hat eine Auflage von 7.000 Exemplaren und ist im Burg Theater (Magdeburger Straße 4), in Geschäften der Burger Innenstadt oder online als PDF-Datei erhältlich.

Weiterlesen…