„We are all Antifa-Criminals!“ – Solidarität heißt Widerstand!

Immer dort, wo erfolgreiche antifaschistische Aktionen stattfinden oder sich Strukturen bilden und entwickeln, die in der Lage sind die gesellschaftlichen Wiedersprüche zu analysieren und entsprechend entgegenzuwirken, sind repressive Maßnahmen des Staates zu beobachten, die das Ziel haben diese einzuschüchtern, zu kriminalisieren und wenn möglich zu zerschlagen. So kam es in den letzten Monaten bundesweit zu mehreren Repressionsschlägen gegen Menschen und Strukturen, die sich den Nazibanden und Rassist_innen entgegenstellen und den Kampf gegen die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse auf die Tagesordnung setzen. Angefangen bei Gerichtsverfahren, Observationen, Anquatschversuchen bis hin zu Hausdurchsuchungen, Haftstrafen und Ermittlungen wegen Mitgliedschaft und Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ (§129) fährt der Staat alles auf, um gegen antifaschistische und linke Zusammenhänge vorzugehen.

So schwierig und gefährlich diese Situation auch für die Betroffenen ist, so wichtig ist es, sie nicht allein zu lassen und die Soliarbeit nicht darauf zu beschränken, Geld, beispielsweise für anstehende Verhandlungen, zu besorgen. Vielmehr müssen wir klar stellen, dass der Staat mit dieser Repression seine Herrschaft sichern und den damit verbundenen kapitalistischen Alltag aufrecht erhalten will. Gerade wir als autonome AntifaschistInnen dürfen unsere Arbeit nicht darauf beschränken, gegen einzelne Nazis vorzugehen, sondern müssen die Verhältnisse – die Ausbeutung, Ausgrenzung und Unterdrückung produzieren – in ihren Grundfesten kritisieren und auch praktisch bekämpfen.

Unsere Solidarität gilt den Menschen und Strukturen in Berlin, Magdeburg, Rostock, Mannheim, Lüneburg und Stuttgart, die derzeit von dieser staatlichen Repression betroffen sind! Unsere Antwort darauf heißt: Konsequenter Widerstand gegen den Staat und das kapitalistische System. Lasst uns den Kampf fortsetzen! Schlagt zurück!