Praktische Solidarität leisten – Geflüchtete in Burg schützen!

Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen wollen am Samstag, den 19.12.2015 „besorgte Bürger“ in Burg auf die Straße gehen. Dass es sich dabei einzig und allein um gewaltbereite Neonazis und RassistInnen handelt, zeigte sich bereits bei ihrem ersten Aufmarsch Anfang November: Knapp 100 Personen, bei denen es sich zum Großteil um Mitglieder der regionalen Neonaziszene und deren Sympathisanten sowie beispielsweise extra aus Niedersachsen angereisten Neonazis gehandelt hat, skandierten lautstark „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“ und stellten damit offen ihre menschenverachtende Ideologie zur schau. Journalisten und Pressefotografen wurden bedroht – es kam zum Versuch, AntifaschistInnen anzugreifen.

Es ist davon auszugehen, dass sich am 19. Dezember die Situation weiter zuspitzen wird und mit einer noch höheren Gewaltbereitschaft bei den TeilnehmerInnen des rassistischen Aufmarsches zu rechnen ist. So soll der Aufmarsch dieses Mal durch die Innenstadt gehen und direkt an einem arabischen Geschäft – welches in der Vergangenheit schon einmal von Neonazis beschmiert wurde – vorbei führen. Neben dem bekannten Neonazi Nico G., der bereits den ersten Aufmarsch angemeldet hatte, tritt darüber hinaus nun auch Ingo Zimmermann („Die Rechte“) als verantwortlicher auf, was darauf schließen lässt, dass noch mehr gewaltbereite Neonazis nach Burg anreisen werden.

Lassen wir diese erneute Provokation nicht unbeantwortet, sorgen wir dafür, dass dieser rassistische Aufmarsch nicht ungestört stattfinden kann und leisten wir vor allem praktische Solidarität mit den hier lebenden Flüchtlingen. Schützen wir sie vor den Neonazis und RassistInnen!

Gegenkundgebung am Samstag, den 19. Dezember 2015 in Burg:

Ab 13:00 Uhr – Rolandplatz (Die Kundgebung findet in unmittelbarer Nähe zum arabischen Geschäft statt, an dem der rassistische Aufmarsch vorbei führen soll.)