Protest und Widerstand: Keine Einzäunung vom Flickschupark!

Folgend dokumentieren wir den Kurztext der ersten Flugblätter:
Seit mehreren Monaten werden nun schon in Burg intensive Baumaßnahmen in Vorbereitung für die Landesgartenschau (LAGA) – die 2018 stattfinden soll – durchgeführt. Seit dem 14. Januar 2016 ist davon auch der Flickschu- sowie der Goethepark betroffen. Die beiden einzigen Parkanlagen der Stadt wurden komplett eingezäunt und so für alle Menschen gesperrt. Begründet wurde dies damit, dass demnächst die Baumfäll- und Abrissarbeiten beginnen werden. Für uns sind diese Maßnahmen nicht hinnehmbar, stellen sie doch einen massiven Einschnitt in das öffentliche Leben dar. Deshalb rufen wir zum Protest und Widerstand dagegen auf.

Besonders die Einzäunung des Flickschuparks – welcher zentral im Herzen der Stadt liegt – muss gestoppt werden und wieder zugänglich sein. So ist dieser Park nicht nur in den Sommermonaten ein Treffpunkt für alternative und linke Jugendliche, sondern wird auch von vielen anderen Menschen genutzt. Er ist über das ganze Jahr hinweg eine Durchgangsmöglichkeit, um vom Ostteil der Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu kommen. Auch wenn – wie angekündigt – zumindest der Weg durch den Park in unregelmäßigen Abständen geöffnet werden soll, ist die Parkanlage mit der Ihle, dem See und den Grünflächen für mindestens zwei Jahre gesperrt.

Es ist davon auszugehen, dass die beiden Parkanlagen, die bereits jetzt gesperrt sind, während der LAGA nur für diejenigen zugänglichsein werden, die dafür auch Eintritt bezahlen. Zusätzlich ist aus den Erfahrungen bei anderen Landesgartenschauen damit zu rechnen, dass nach der LAGA Parkwächter eingesetzt werden, die repressive Regeln, wie beispielsweise „nicht auf dem Rasen grillen“, durchsetzen sollen.

Die LAGA ist damit für uns und den Großteil der Menschen in dieser Stadt hauptsächlich mit Problemen verbunden. Sie dient einzig und allein dem Image der Stadt – und das auf Kosten der hier lebenden Menschen.