Antirepressionsdemo im Jerichower Land!

Zum Abschluss einer Aktionswoche im Jerichower Land, die zum 18. März, dem Tag der politischen Gefangenen stattfand, demonstrierten Samstag (20.03.2010) etwa 50 Personen in Genthin gegen staatliche Repression und der anhaltenden Kriminalisierung antifaschistischer Strukturen in der Region.

Der 18. März steht für die Freiheit aller politischen Gefangenen, sowie gegen staatliche Repression. Repression ist weltweit alltäglich. Sie ist alltäglich, weil Menschen nicht mehr in den schlechten Lebensbedingungen des kapitalistischen Systems leben wollen und für eine bessere und gerechtere Welt kämpfen. In einem System, in dem es nicht darum geht die Bedrüfnisse des Menschen zu befriedigen, wird es immer Konflitike geben. Dabei dient die Repression als Herrschaftssicherung. Es soll abgeschreckt, verunsichert und eingeschüchtert werden. Mit einer Stärkung linksradikaler Strukturen und einem offensiven Auftreten kam auch in der Region die Repression des Staates. Mit Hausbesuchen, Ermittlungen und Einschüchterungsversuchen wird versucht einzuschüchtern. Ermittlungsverfahren wegen eines angeblichen Überfalls auf Neonazis, Sachbeschädigungen oder Verstöße gegen das Versammlungsrecht, sind nur einige von vielen.

Aus diesem Grund demonstrierten gegen 11:00 Uhr etwa 50 Personen in Genthin. Die frühe Uhrzeit wurde gewählt, um viele Menschen, die in der Innenstadt unterwegs waren, zu erreichen. Vom Bahnhof aus ging es unter Parolen wie „129 das kennen wir schon – Feuer und Flamme der Repression!“ oder „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ zum Genthiner Marktplatz weiter durch die Innenstadt. Nach etwa einer Stunde wurde die Demonstration am Bahnhof aufgelöst. Die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt mit massiven Einsatzkräften vor Ort war, versuchte von vermeintlichen Teilnehmer_Innen der Demo die Personalien aufzunehmen. Mit der heutigen Demonstration in Genthin wurde die Aktionswoche zum Tag der politischen Gefangen erfolgreich abgeschlossen. Wir konnten erneut zeigen, dass wir uns nicht von den Repressionsorganen einschüchtern lassen und werden weiter im Jerichower Land unsere Arbeit fortsetzen.

Keine Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstands!
Solidarität ist eine Waffe – nutzen wir Sie!

Eine Auswertung der Aktionswoche folgt in den kommenden Tagen.