Kranzniederlegung in Burg: Nichts ist vergessen und Niemand!

Am 27. Januar 2013, dem 68. Jahrestag der Befreiung des Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­gers Auschwitz durch die Rote Armee, erinnerten mehrere Menschen in Burg an die Opfer des Nationalsozialismus und machten auf die Morde des sogenannten „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grund“ (NSU) aufmerksam.

Am 27. Ja­nu­ar 1945 be­frei­te die Rote Armee das Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz. Nur noch 8000 Häftlinge waren zu diesem Zeitpunkt am Leben. Ins­ge­samt wur­den in Ausch­witz rund 1,1 Mil­lio­nen Men­schen von den Nazis er­mor­det. Be­trof­fen von die­ser sys­te­ma­ti­schen Ver­nich­tung von Men­schen­le­ben waren größ­ten­teils Jü­din­nen und Juden, aber auch Sinti und Roma, Ho­mo­se­xu­el­le und An­ders­den­ken­de – um nur ei­ni­ge zu nen­nen. Ver­folgt wur­den sie, da die Fa­schis­t_in­nen nach ihrer men­schen­ver­ach­ten­den Ras­sen­leh­re diese in le­bens­wer­te und le­bens­un­wer­te Men­schen ein­teilt. Die­sem Ver­nich­tungs­wahn der Na­tio­nal­so­zia­lis­tIn­nen fie­len im drit­ten Reich über sechs Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer.

An der Kranzniederlegung am jüdischen Friedhof in Burg nahmen trotz des schlechten Wetters und der frühen Uhrzeit etwa 40 Menschen teil. In einem Redebeitrag wurde auf die Befreiung des Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­ger aufmerksam gemacht und dessen Opfern gedacht. Ebenfalls wurde auf die Mordserie der „NSU“ eingegangen. 13 Jahre lang war es dieser Gruppe möglich, mor­dend durch die BRD zu zie­hen. Und das an­geb­lich un­be­merkt und ohne Un­ter­stüt­zung des Ver­fas­sungs­schut­zes und der Si­cher­heits­be­hör­den. Außerdem wurde auf die bevorstehende Verlegung der ersten Stolpersteine im März 2013 in Burg aufmerksam gemacht.

Wir gedenken an dieser Stelle den Opfern des deutschen Vernichtungswahns, danken der Roten Armee und allen antifaschistischen Widerstandskämpfern für die Befreiung vom nationalsozialistischen Deutschland.