Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus

In den Abendstunden des 04. Mai 1945 erreichte die Rote Armee die Vororte von Burg. Nach nächtlichen Verhandlungen mit dem Burger Stadtkommandanten, wurde Burg am 05. Mai 1945 kampflos an die Rote Armee übergeben. Aus diesem Grund nahmen etwa 30 Menschen an einer Kundgebung zum 67. Jahrestag der Befreiung der Stadt Burg vom Nationalsozialismus am sowjetischen Ehrenmal teil, um zum einen den Opfern des deutschen Vernichtungswahns zu gedenken und zum anderen der Roten Armee und allen antifaschistischen Widerstandskämpfern für die Befreiung der Stadt zu danken.

Zu Beginn der Kundgebung wurde ein Redebeitrag verlesen, der nochmal geschichtlich die Ereignisse vor mehr als 67 Jahren widerspiegelte. Auch wurde auf die 6 Millionen JüdInnen, Sinti & Roma, Menschen mit Behinderung, politische GegnerInnen, Homosexuelle und andere Menschen, die nicht ins nationalsozialistische Weltbild passten und somit entrechtet, misshandelt und schließlich vernichtet wurden, aufmerksam gemacht. Ein weiterer ging auf die aktuellen Naziaktivitäten in der Stadt ein. Dabei wurde nochmal verdeutlicht, dass es auch heute noch notwendig ist, gegen Nazis vorzugehen und antifaschistische Strukturen zu stärken.

Hinweis: Am 08. Mai 2012 (Dienstag), dem 67. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands findet in Burg eine weitere Kundgebung statt. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr am Sowjetischen Ehrenmal.