PM: Nazisprühereien im Stadtgebiet von Burg aufgetaucht!

Pressemitteilung (Burg, 21. März 2014): Nazisprühereien im Stadtgebiet von Burg aufgetaucht – Stadt ist nicht gewillt, diese zu entfernen!

In den letzten drei Wochen kam es in Burg (Sachsen-Anhalt) fast täglich zu Nazisprühereien. Dabei handelt es sich um Hakenkreuze, SS-Runen und Parolen mit zum Teil menschenverachtenden Inhalten. Diese tauchten dabei hauptsächlich im nördlichen Bereich des Bahnhofs sowie in unmittelbarer Umgebung zur Wilhelm-Külz-Straße auf. Bis heute wurden diese weder von der Stadt beseitigt, noch wurden die Täter_innen von der Polizei ermittelt, obwohl naheliegend ist, wer hinter diesen Sprühereien steckt.

So wohnt in der Wilhelm-Külz-Straße ein bekannter Nazi, der vor mehreren Wochen zwei Antifaschist_innen anzeigte und kurze Zeit später auf seinem Facebook-Profil den Status „Antifa Hurensöhne“ einstellte. Einen Tag später tauchten im Umkreis von 200 Metern zu dessen Wohung mehrere Sprühereien mit dem Inhalt seines Facebook-eintrages auf. Nachdem regionale Antifaschist_innen die Schmiereien entfernten, wurden erneut ähnliche Sprühereien in dem selben Gebiet angebracht. In den darauffolgenden Tagen und Wochen verlagerte sich der Schwerpunkt der Nazisprühereien in den Bereich nördlich des Bahnhofs, wo sich das Jugendwerk Rolandmühle befindet und sich auch der Nazi aus der Wilhelm-Külz-Straße regelmäßig aufhält.

Die Stadt Burg sah sich bisher nicht dazu gewillt, diese Sprühereien zu entfernen. In der Vergangenheit wurde dies zum Teil mit fehlender Verantwortlichtkeit begründet. Für Sprühereien an privaten Hauswänden sei die Stadt nicht zuständig. Allerdings ist der Großteil der Schmiereien auf städtischem Eigentum zu finden.

Mia Sommer, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB], erklärt dazu folgendes: „Anhand der neusten Nazisprühereien und der Untätigkeit von Stadt und Polizei zeigt sich erneut, dass diese auf dem rechten Augen blind sind. Wo mit aller Härte gegen regionale Antifaschist_innen vorgegangen wird, wird das Naziproblem in Burg wieder nur ignoriert und verharmlost. Das dies gerade in einer Stadt passiert, die im Jahr 2018 die Landesgartenschau ausrichten will, dazu bereits Millionen investiert und sich sonst gern als weltoffen präsentiert, ist mehr als bezeichnend.“

Es bleibt die Aufgabe von autonomen Antifaschist_innen dafür zu sorgen, dass Hakenkreuze und andere Sprühereien sowie Propagandamaterial der Nazis entfernt werden. Damit zeigt sich erneut, dass unsere Forderungen nach einer Organisierung eines wirkungsvollen antifaschistischen Selbstschutz, die wir z.B. Anfang Januar 2014 mit der Demonstration „Staat und Nazis – Hand in Hand! Organisiert den Widerstand!“ auf die Straße trugen, aktueller denn je sind.

Für Rückfragen stehen wir gerne unter folgender Mailadresse zur Verfügung: a-a-burg@riseup.net

Mit freundlichen Grüßen,

Antifaschistische Aktion Burg [AAB]