PM: Neonazis beschmieren erneut Wohnhaus in Burg!

Pressemitteilung (Burg, 22. August 2013): Neonazis beschmieren erneut Wohnhaus in Burg – gezielte Angriffe und Einschüchterungen in Form von Sachbeschädigungen halten an!

In der Nacht auf Donnerstag, den 22. August 2013 beschmierten erneut Neonazis ein Wohnhaus in der Burger Innenstadt mit mehreren Parolen. Diese richten sich gegen einen Bewohner des Hauses und rufen dazu auf, diesen anzugreifen. Schon in den letzten Wochen kam es zu ähnlichen Sachbeschädigungen an dem Gebäude und es lauerten bis zu 15 Neonazis vor dem Haus mehreren Menschen auf, um diese anzugreifen. Dass es in Burg derzeit ein Neonaziproblem gibt, ist nach diesen erneuten Einschüchertungsversuchen von Neonazis mehr als offensichtlich. Dennoch verschweigt die Stadt dieses weiterhin. Die Polizei versucht außerdem, diese Angriffe zu verharmlosen und kriminalisiert weiterhin Menschen, die sich gegen die Neonazis engagieren.

So griffen etwa 25 Neonazis am 12. Januar 2013 in Burg eine kleine Gruppe von Jugendlichen an, die sich auf dem Rückweg von den Aktivitäten gegen einen Naziaufmarsch in Magdeburg befanden. Am 05. April 2013 stellten außerdem Menschen aus Burg fest, dass die erst wenige Tage zuvor verlegten Stolpersteine auf dem Breiten Weg geschändet wurden. Im Bezug auf den 08. Mai – den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – verklebten Neonazis in der Stadt mehrere Plakate und brachten mit Sprühfarbe Parolen mit geschichtsrevisionistischen Inhalten an. Einen Tag später, dem 09. Mai 2013 versuchten etwa 10 zum Teil bewaffnete Neonazis erneut eine kleine Gruppe von Jugendlichen in der Gartenstraße anzugreifen. Höhepunkt dieser Aktivitäten ist dabei der seit etwa drei Monaten anhaltende Neonaziterror gegen die Bewohner eines Wohnhauses in der Magdeburger Straße in Burg!

Dies begann damit, dass in den Morgenstunden des 19. Mai 2013 zwei namentlich bekannte Neonazis aus Burg die Eingangstür mit einen Stein beschädigten. Etwa einen Monat später bedrohten wieder zwei ebenfalls namentlich bekannte Neonazis aus dem Jerichower Land einen Bewohner des Hauses und versuchten diesen und noch weitere Personen wenige Stunden später vor dem Gebäude mit noch weiteren Neonazis anzugreifen. In der Nacht vom 25. Juli 2013 auf den 26. Juli 2013 wurde dann an die Eingangstür des Hauses die Parole „Anti Antifa“ gesprüht und die beiden bekannten Neonazis vom 11. Juli 2013 hielten sich regelmäßig vor dem Wohnhaus auf. Die erneute Sachbeschädigung an diesem Haus mit der Drohung, einige Bewohner des Hauses anzugreifen, ist dabei ein neuer Höhepunkt dieser Einschüchterungsversuche von Neonazis gegen Menschen, die sich aktiv gegen menschenverachtendes Gedankengut zur Wehr setzen.

Mia Sommer, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB], erklärt zu den neuesten Neonaziaktivitäten folgendes: „Die Kriminalisierung von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Burg durch die Polizei macht es den Neonazis erst möglich, solche Aktivitäten durchzuführen. Dass darüber hinaus die Stadt selber das aktuelle Neonaziproblem totzuschweigen versucht ist nicht nur kritisch zu sehen, sondern auch ein Armutszeugnis. Es ist darum an der Zeit, diesen Zustand von Neonaziterror, staatlicher Repression und dem Schweigen der Stadt öffentlich zu machen, wenn nötig mit einer bundesweiten Demonstration hier in Burg.“

Wir wollen an dieser Stelle nochmal unsere Solidarität mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses in der Magdeburger Straße und mit allen anderen von Neonaziterror sowie staatlicher Repression betroffenen Menschen in Burg ausdrücken.

Für Rückfragen stehen wir gerne unter folgender Mailadresse zur Verfügung: a-a-burg@riseup.net

Mit freundlichen Grüßen,

Antifaschistische Aktion Burg [AAB]