PM: Neonazis greifen Wohnhaus in Burg an!

Pressemitteilung (Burg, 19. Mai 2013): Neonazis greifen Wohnhaus in Burg an – rechte Aktivitäten nehmen in der letzten Zeit zu!

Am Sonntag, den 19. Mai 2013 kam es in der Burger Innenstadt erneut zu einem Angriff von zwei namentlich bekannten Neonazis aus Burg auf ein Wohnhaus. Gegen 05:30 Uhr beschädigten diese erst ein Fahrrad vor dem Haus und schmissen danach mit einem Stein die Eingangstür des Gebäudes ein. Anwohnerinnen und Anwohner des betroffenen Wohnhauses beobachten neben dem Angriff außerdem die Flucht der Angreifer, die diese zu Fuß über die Nikolaistraße in Richtung Oberstraße antraten. Der erneute Angriff ist derzeit der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Neonaziaktivitäten in der Stadt.

So tauchten in der letzten Zeit in unmittelbarer Nähe zu dem betroffenen Wohnhaus Aufkleber mit neonazistischen Inhalten auf und es wurden schon mehrmals Fahrräder vor dem Haus beschädigt. Außerdem kam es in der Stadt und mehreren Dörfern in der Umgebung in der Nacht vom 08. auf den 09. Mai 2013 zu Plakat- und Sprühaktionen mit geschichtsrevisionistischen Inhalten im Bezug auf den 08. Mai – dem Tag der Befreiung. Neben diesen Sachbeschädigungen und Propagandaaktivitäten fuhren in den letzten Wochen mehrere organisierte und namentlich bekannte Neonazis aus Burg durch die Stadt, mit dem Ziel Antifaschistinnen und Antifaschisten anzugreifen. So war es dann auch nur eine Frage der Zeit, dass in den Abendstunden des 09. Mai 2013 etwa 10 mit Baseballschlägern und Schlagstöcken bewaffnete und auch namentlich bekannte Neonazis AntifaschistInnen in der Stadt angriffen. Nur dank der entschlossenen Gegenwehr der AntifaschistInnen blieben an diesem Abend schwere Verletzungen durch den gezielten Angriff der Neonazis aus.

Angesichts der derzeitigen Neonaziaktivitäten in Burg ist es nur erschreckend wie die Polizei gegen Linke und AntifaschistInnen vorgeht. So kam es neben einer Reihe von Ermittlungsverfahren in den letzten Wochen und Monaten immer wieder zu willkürlichen Personalienkontrollen, Festnahmen und Verfolgungen von AntifaschistInnen die sich entweder friedlich in der Innenstadt aufhielten oder aktiv gegen die regionalen Neonazis sowie deren Aktivitäten handelten. Mia Sommer, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB], erklärt dazu an dieser Stelle: „Dass wir uns im Kampf gegen faschistische Strukturen nicht auf den Staat und Polizei verlassen können, zeigt nicht nur der aktuelle NSU-Skandal sondern erleben dies Engagierte Menschen die sich aktiv gegen Rassismus und Faschismus einsetzen, in Burg tagtäglich. Deshalb begrüßen und Unterstützen wir auch die Veranstaltung eines für den kommenden Samstag (25. Mai 2013) geplanten antifaschistischen Vernetzungstreffens im Jerichower Land. Dort soll zum einen auf die regionalen Neonazistrukturen eingegangen werden und zum anderen sollen auch Möglichkeiten einer autonomen, antifaschistischen Organisierung in den Provinzen diskutiert werden, die es möglich macht erfolgreich gegen diese menschenverachtenden Strukturen vorzugehen.“

Für Rückfragen stehen wir gerne unter folgender Mailadresse zur Verfügung: a-a-burg@riseup.net

Mit freundlichen Grüßen,

Antifaschistische Aktion Burg [AAB]