Wenn sie von Frieden reden – meinen sie Krieg!

Am Dienstag, dem 27. Juli 2010, besuchte Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg die Stadt Burg. Eine Besichtigung der Clausewitzkaserne und des Bismarkturms standen auf dem Plan, sowie eine Eintragung in das Goldene Buch der Stadt. Am Rande des Besuchs kam es zu Protesten.

Gegen 09:00 Uhr erreichte der Verteidigungsminister mit einem Helikopter die Clausewitzkaserne um sich medienwirksam von der Ausrüstung und dem Wohlbefinden der etwa 340 Soldaten, die im Oktober 2010 nach Afghanistan sollen, zu informieren. Im Anschluss daran fuhr dieser mit weiteren lokalen Politikern, wie dem Oberbürgermeister von Burg, in das Rathaus der Stadt, um sich in das Goldene Buch einzutragen. Hierbei gab der Verteidigungsminister eine Pressekonferenz um den Militäreinsatz in Afghanistan zu rechtfertigen. Danach kam es noch zu einer Besichtigung des Bismarkturmes.

Da es im Vorfeld und während des Bundeswehrgelöbnis am 03. Juni 2010 in Burg zu Platzverweise für die Innenstadt kam, entschlossen sich verschiedene Antifaschist_Innen und Antimilitarist_Innen während des Besuchs des Verteidgungsministers andersweitig ihren Protest zu zeigen. So wurden Plakate und Aufkleber in der Stadt, hauptsächlich in der Nähe zum Bismarkturm und des Rathauses verklebt. Diese richteten sich gegen den Einsatz der Bundeswehr, sowie der NATO in Afghanistan. Kurz vor dem Eintreffen des Verteidigungsministers wurden allerdings eine vielzahl der Plakate und Aufkleber beseitigt. Sprühereien auf der Strecke zwischen der Clausewitzkaserne und dem Rathaus, die sich gegen die Bundeswehr und den Besuch des Ministers richteten, waren augenscheinlich ebenfalls angebracht wurden. Da man sich, wie schon beim Bundeswehrgelöbnis Anfang Juni einen größeren Aufgebot an Sicherheitskräften und der Polizei ausgesetzt sah, entschlossen sich einige Personen in der Innenstadt von Burg Flugblätter zu verteilen. Während des Verteilens kam es zu keinen Störungen durch Polizei oder Neonazis.

Mit den Aktionen zu dem Besuch des Verteidigungsministers in Burg können wir zufrieden sein. Es wurden viele Menschen über die Auslandeinsätze der Bundeswehr informiert und auch auf die innere Aufrüstung aufmerksam gemacht. Ebenfalls war ein Teil des Stadtbildes durch antimilitaristische Plakate beklebt.

Weitere Bilder sowie das verteilte Flugblatt findet ihr hier im laufe der kommenden Tage.