Antifaschistischen Selbstschutz organisieren – Burg bleibt rot!

Für Samstag, den 08. Oktober 2016 rufen seit kurzem verschiedene Neonazistrukturen (u.a. die „Brigade Halle“) dazu auf, im Anschluss an einen Neonaziaufmarsch – welcher in Roßlau stattfinden soll – nach Burg zu fahren. Grund hierfür sind wohl die zurückgeschlagenen Neonaziübergriffe der letzten Tage (Bericht). Ob die Faschisten einen Aufmarsch angemeldet haben oder die gezielte Konfrontation mit Antifaschist_innen suchen ist derzeit noch unbekannt. Fest steht aber: Sollten sich am kommenden Samstag Neonazibanden in unserer Stadt aufhalten, gilt es gegen diese vorzugehen. Deshalb rufen wir dazu auf, in den Straßen von Burg unterwegs zu sein und den antifaschistischen Selbstschutz praktisch werden zu lassen.

Verteidigt die wenigen linken Strukturen in der ostdeutschen Provinz!
Überlassen wir den Faschisten nicht die Straße!

Kundgebung | Sa, 08. Oktober 2016 | 17:00 Uhr | Oberstraße/Ecke Pfarramt | Burg
(Nutzt die Kundgebung als Anlaufpunkt)

Infotelefon: 0174/3697097
(Wird ab 15 Uhr erreichbar sein)

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Solidaritätserklärung & Spendenaufruf nach Neonazi-Gewalt!

Am Abend des 20. März 2016 warfen vermutlich Neonazis einen sogenannten Polenböller auf den Hof eines Wohnhauses in der Oberstraße in Burg und verletzten dadurch einen 23-Jährigen Antifaschisten schwer an der Hand. Durch die Explosion wurde u.a. der linke Zeigefinger des Betroffenen derart zerfetzt, dass ein Teil dessen später im Krankenhaus amputiert werden musste. Bereits in den Wochen zuvor kam es im Bereich der Oberstraße immer wieder zu Einschüchterungsversuchen und Übergriffen durch Neonazis weshalb wir davon ausgehen, dass diese auch für den jüngsten Vorfall verantwortlich sind. In der Oberstraße leben einige Menschen, die sich aktiv gegen menschenverachtendes Gedankengut zur Wehr setzen.

Wir haben deshalb eine Erklärung verfasst, um auf die Neonazi-Aktivitäten der letzten Wochen aufmerksam zu machen und unsere Solidarität mit all jenen zu zeigen, die zuletzt Opfer neonazistischer Gewalt wurden. Die Rote Hilfe hat außerdem zur finanziellen Unterstützung der Betroffenen ein Spendenkonto eingerichtet. Die Einnahmen sollen u.a. dafür genutzt werden, das Gelände in der Oberstraße vor weiteren Neonaziübergriffen besser zu sichern.

Weiterhin gilt außerdem: Informiert euch über den antifaschistischen Selbstschutz und bringt euch mit ein – Handelt vorausschauend, aber entschlossen und konsequent!

Hinweis: Die Soli-Erklärung mit Spendenaufruf bekommt ihr zum Verteilen in gedruckter Form, u.a. im Burg Theater (Magdeburger Straße 4). Sie ist außerdem als Kopiervorlage (PDF) zum Selbstausdrucken verfügbar.

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Kommt zur Knastkundgebung am Freitag, den 18. März 2016!

Auch in diesem Jahr wollen wir den 18. März, Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen, zum Anlass nehmen, um mit einer Kundgebung vor der JVA Burg (Sachsen-Anhalt) unseren inhaftierten Genoss_innen deutlich zu machen, dass sie nicht allein sind und uns mit allen Menschen die wegen ihrer politischen Aktivitäten vom Repressionsapparat kriminalisiert und in den Knast gesteckt werden, solidarisch zeigen. Darüber hinaus wollen wir auf die Arbeit der Gefangenen-Gewerkschaft / Bundesweite Organisation (GG/BO) aufmerksam machen, die auch in Burg aktiv ist und sich u.a. gegen die zunehmende Ausbeutung der Arbeitskraft von Gefangenen und die verstärkte Repression richtet.

Gerade der Knast in Burg, der erst vor wenigen Jahren fertig gestellt wurde und damit erstmals ein ganzheitlich ausgerichtetes PPP-Projekt (Public-Private-Partnership) ist, gilt nicht nur als einer der sichersten Knäste Europas, sondern steht auch exemplarisch für das herrschende System der tagtäglichen Ausbeutung, Unterdrückung und Unmenschlichkeit. Ein System, das Menschen bombardiert und verhungern lässt – gleichzeitig all jene kriminalisiert und mit Repression überzieht, die das staatliche Gewaltmonopol infrage stellen sowie für eine solidarische und klassenlose Perspektive kämpfen.

Lasst uns gemeinsam den 18. März dafür nutzen, um darüber zu informieren, warum staatlichen Repressionsorgane immer wieder gegen fortschrittliche Bewegungen oder Strukturen in aller Härte vorgehen. Lassen wir unsere Solidarität mit allen politischen & sozialen Gefangenen praktisch werden.

Kundgebung | Freitag, 18. März 2016 | 17:30 Uhr | JVA (Madel 100) | Burg

Hinweis: Der Knast befindet sich mehrere Kilometer außerhalb von Burg. Eine Anreise ist nur mit dem Auto möglich. Organisiert deshalb Mitfahrgelegenheiten oder meldet euch frühzeitig bei uns.

Entschlossen gegen den Neonaziaufmarsch in Burg vorgehen!

Am Sonntag, den 06. März 2016, wollen Neonazis und Rassist_innen erneut in Burg aufmarschieren und damit bereits zum vierten Mal innerhalb weniger Monate durch die Kreisstadt des Jerichower Landes ziehen. Dafür wird seit wenigen Tagen über die Facebookseite „Burg gegen Aslymissbrauch“ mobilisiert, hinter der sich die lokalen Neonazistrukturen verbergen. Richtete sich dieser Aufmarsch bisher ausschließlich gegen Geflüchtete, wird nun außerdem dazu aufgerufen gegen die linken Strukturen der Stadt ein klares Zeichen zu setzen. Wie das aussehen kann, zeigte sich bereits am 19. Februar: Nach einer „Mahnwache“ gegen angebliche linke Gewalt zogen etwa 15 Neonazis durch die Stadt und griffen anschließend ein Wohnhaus an.

Mit derartigen Aktivitäten ist auch am 06. März 2016 zu rechnen, weshalb der Aufmarsch eine unmittelbare Bedrohung für alle darstellt, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen. Geht deshalb konsequent gegen den Naziaufmarsch vor und organisiert einen antifaschistischen Selbstschutz. Stoppt die rassistische Hetze und die Angriffe gegen unsere Strukturen – Schlagt zurück!

Beteiligt Euch an den antifaschistischen Gegenaktivitäten. Seid am Sonntag, den 06. März 2016, ab 14 Uhr auf den Straßen von Burg unterwegs – Achtet auf Ankündigungen!

Ermittlungsausschuss (EA): 017694935895

Anlaufpunkt: Die Sankt-Petri-Gemeinde lädt zu einer interkulturellen Begegnung auf dem Kirchengelände (Bruchstraße/Franzosenstraße) ein. Los geht es dort um 15 Uhr. Dort wird der Naziaufmarsch direkt vorbei führen.

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