Sonntag, 31. Januar 2016: Naziaufmarsch in Burg verhindern!

Machen wir es kurz: Zum dritten Mal wollen am Sonntag, den 31. Januar 2016, gewaltbereite Neonazis und RassistInnen in Burg aufmarschieren und damit ihre rassistische Hetze gegen Geflüchtete auf die Straße tragen. Dafür wird seit wenigen Tagen hauptsächlich in den sozialen Netzwerken mobilisiert und dazu aufgerufen, sich um 17:00 Uhr vor dem Bahnhof der Stadt zu treffen. Von dort aus soll der Aufmarsch durch die Innenstadt führen – vorbei an einem Geschäft welches als Treffpunkt für die hier lebenden Flüchtlinge gilt. Die beiden letzten Aufmärsche zeigten, dass es sich dabei einzig und allein um Wahlkampfveranstaltungen der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ handelt und damit nichts anderes als ein Neonaziaufmarsch ist.

Lassen wir es nicht zu, dass dieser unerträgliche Aufmarsch ungestört in unserer Stadt stattfinden kann. Bereitet euch deshalb intensiv auf den 31. Januar 2016 vor und unterstützt die antifaschistische Mobilisierung. Nehmt an den angemeldeten Kundgebungen teil und organisiert weitere Gegenaktivitäten. Handelt entschlossen und konsequent. Nehmt den Neonazis und RassistInnen die Straße – verhindert deren Aufmarsch!

Gegenkundgebungen am Sonntag, den 31. Januar 2016 in Burg:

16:00 Uhr – Platz des Friedens/Stadthalle | 16:00 Uhr – Rolandplatz | 17:00 Uhr – Markt

Material: Aufkleber, Flyer und Plakate könnt ihr in Burg abholen oder per Mail bestellen!

Ermittlungsausschuss (EA): 017694935895

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Protest und Widerstand: Keine Einzäunung vom Flickschupark!

Folgend dokumentieren wir den Kurztext der ersten Flugblätter:
Seit mehreren Monaten werden nun schon in Burg intensive Baumaßnahmen in Vorbereitung für die Landesgartenschau (LAGA) – die 2018 stattfinden soll – durchgeführt. Seit dem 14. Januar 2016 ist davon auch der Flickschu- sowie der Goethepark betroffen. Die beiden einzigen Parkanlagen der Stadt wurden komplett eingezäunt und so für alle Menschen gesperrt. Begründet wurde dies damit, dass demnächst die Baumfäll- und Abrissarbeiten beginnen werden. Für uns sind diese Maßnahmen nicht hinnehmbar, stellen sie doch einen massiven Einschnitt in das öffentliche Leben dar. Deshalb rufen wir zum Protest und Widerstand dagegen auf.

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Praktische Solidarität leisten – Geflüchtete in Burg schützen!

Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen wollen am Samstag, den 19.12.2015 „besorgte Bürger“ in Burg auf die Straße gehen. Dass es sich dabei einzig und allein um gewaltbereite Neonazis und RassistInnen handelt, zeigte sich bereits bei ihrem ersten Aufmarsch Anfang November: Knapp 100 Personen, bei denen es sich zum Großteil um Mitglieder der regionalen Neonaziszene und deren Sympathisanten sowie beispielsweise extra aus Niedersachsen angereisten Neonazis gehandelt hat, skandierten lautstark „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus!“ und stellten damit offen ihre menschenverachtende Ideologie zur schau. Journalisten und Pressefotografen wurden bedroht – es kam zum Versuch, AntifaschistInnen anzugreifen.

Es ist davon auszugehen, dass sich am 19. Dezember die Situation weiter zuspitzen wird und mit einer noch höheren Gewaltbereitschaft bei den TeilnehmerInnen des rassistischen Aufmarsches zu rechnen ist. So soll der Aufmarsch dieses Mal durch die Innenstadt gehen und direkt an einem arabischen Geschäft – welches in der Vergangenheit schon einmal von Neonazis beschmiert wurde – vorbei führen. Neben dem bekannten Neonazi Nico G., der bereits den ersten Aufmarsch angemeldet hatte, tritt darüber hinaus nun auch Ingo Zimmermann („Die Rechte“) als verantwortlicher auf, was darauf schließen lässt, dass noch mehr gewaltbereite Neonazis nach Burg anreisen werden.

Lassen wir diese erneute Provokation nicht unbeantwortet, sorgen wir dafür, dass dieser rassistische Aufmarsch nicht ungestört stattfinden kann und leisten wir vor allem praktische Solidarität mit den hier lebenden Flüchtlingen. Schützen wir sie vor den Neonazis und RassistInnen!

Gegenkundgebung am Samstag, den 19. Dezember 2015 in Burg:

Ab 13:00 Uhr – Rolandplatz (Die Kundgebung findet in unmittelbarer Nähe zum arabischen Geschäft statt, an dem der rassistische Aufmarsch vorbei führen soll.)

Auswertung 08.11.: Es wäre deutlich mehr möglich gewesen!

Auswertung und Nachbereitung der Aktivitäten gegen den rassistischen Aufmarsch am 08. November 2015 in Burg

Am Abend des 08. November 2015 versammelten sich erstmals knapp 100 RassistInnen und Neonazis am Bahnhof von Burg (Sachsen-Anhalt), um von dort aus einen als „Friedensspaziergang“ angemeldeten rassistischen Aufmarsch durch die Kreisstadt des Jerichower Landes zu veranstalten. An einer Gegenkundgebung, die ebenfalls am Bahnhof stattfand, nahmen rund 200 Menschen teil. Neben direkten Aktionen gegen den rassistischen Aufmarsch gab es über den ganzen Abend hinweg immer wieder Auseinandersetzungen zwischen autonomen AntifaschistInnen und Neonazis in der Stadt. Obwohl viele Menschen gegen den Aufmarsch auf der Straße waren, konnte dieser nicht verhindert werden.

Wir als Antifaschistische Aktion Burg [AAB] sind dennoch mit den Aktionen rund um den 08. November 2015 im Großen und Ganzen zufrieden, bedenkt man, dass die Vorbereitungszeit gerade einmal drei Tage betragen hat. Dennoch wäre deutlich mehr möglich gewesen, was zum Teil auf eigene Fehler zurückzuführen ist. Auf diese und noch weitere Punkte wollen wir mit folgendem Text – welcher auch als solidarische Kritik verstanden werden kann – ausführlich eingehen.

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