Der letzte Rest macht Stress: Aktuelle Naziaktivitäten in Burg

Anfang 2011 fand in Burg eine antifaschistische Kampagne unter dem Motto „Gegen Naziterror und Repression! Linke Politik verteidigen!“ statt, um auf die Kriminalisierung linker Strukturen aufmerksam zu machen und der Naziszene offensiv und entschlossen entgegenzutreten. Neben verschiedenen Aktionen, die über die Nazistrukturen, sowie Aktivitäten informierten und öffentlich machten, fanden eine Vielzahl von direkten Aktionen statt. Nachdem dann Ende März 2011 eine Antifa-Demo mit etwa 350 Menschen an Wohnhäusern und Treffpunkten von Nazis vorbei führte, nahmen Aktionen der regionalen Naziszene spürbar ab. Somit war die Kampagne, was das Naziproblem anging, erfolgreich!

In den letzten Wochen kam es allerdings wieder zu mehreren Aktivitäten von Nazis in Burg. Um darauf entsprechend zu reagieren, kann es auch dieses Mal nur heißen entschlossen, offensiv und vor allem erfolgreich gegen Nazis und ihre Strukturen vorzugehen. Schaut deshalb regelmäßig hier vorbei, um euch mit aktuellen Informationen einzudecken. Beteiligt euch an Aktionen und lasst uns gemeinsam gegen Nazischweine und Repression kämpfen!

In der Nacht vom 19.04. auf den 20.4.2012 kam es im Stadtteil Burg-Süd (Plattenbau) zu einer Vielzahl von Nazisprühereien. So wurde ein Döner-Imbiss mit dem Spruch „Go home ihr Wichser“ und einem Hakenkreuz besprüht. Ebenfalls wurden mit einer Schablone Hitler-Portäts angebracht. Desweiteren tauchten mehrere „Sieg Heil!“ und „White Power“ Schriftzüge auf. An der Berufsschule im Stadtzentrum von Burg wurden ebenfalls Hakenkreuze und SS-Runen hinterlassen. Auch an der Wellingschule, dem Netto an der Bundesstraße 1 und dem Takko waren Hakenkreuze und Schriftzüge, die sich auf Adolf Hitler bezogen, zu sehen. Schon in den Wochen davor tauchten, hauptsächlich in dem Stadtteil Burg-Süd, verschiedene Plakate und Aufkleber mit rassistischen und antisemitischen Inhalten auf.

Dass sich diese Aktivitäten von Nazis hauptsächlich im südlichen Teil der Stadt Burg abspielen, ist kein Zufall. So wohnen dort neben Susanne K., die derzeit die Führungsperson der sogenannten „Aktionsgruppe Burg“ ist, auch Marcus G., Ingo Z. und Christian H.. Alle vier sind seit Jahren in der regionalen Naziszene aktiv. So waren es auch diese Personen, die am 27.02.2012 eine Kundgebung zum 67. Jahrestag der Befreiung des Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­gers Auschwitz versuchten zu stören. Dieser Versuch wurde allerdings von den anwesenden Antifaschist_innen unterbunden und die Nazis ließen sich, wie so oft, von der Polizei schützen. Auch wenn die wenigen verbliebenen Nazis mit ihren derzeitigen Aktivitäten kaum von Bedeutung sind, so kann es dennoch für uns nur heißen, diese öffentlich zu thematisieren und mit allen Mitteln in ihrer Arbeit zu behindern. Dass derzeit keine Zustände herrschen wie noch vor ein paar Jahren, als es ständig zu neuen Nazisprühereien kam oder Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passten verfolgt und angegriffen wurden, ist nicht der Arbeit der Polizei oder Stadt zu verdanken, sondern einer kontinuierlichen antifaschistischen Praxis von autonomen Antifas und linken, sowie alternativen Jugendlichen. Knüpfen wir also an die Erfolge der letzten Zeit an und treten den Nazis entschlossen entgegen.

Denn: Antifa heißt Angriff! Kein Fussbreit den Faschisten! Burg bleibt rot!