Game Over Krauts!

Für Freitag, dem 8. Mai 2009 haben die „Freien Kräfte Burg“ einen Aufmarsch unter dem Motto „8. Mai – Wir feiern nicht!“ in Burg angemeldet. Treffpunkt der Neonazis ist um 18:00 Uhr der Bahnhofsvorplatz. Dem gilt es entgegenzutreten!

Zum 64. Mal jährt sich die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands am 8. Mai 2009. Die Kapitulation bedeutet neben dem Ende des „Nationalsozialismus“ auch das Ende der Barbarei in den Arbeits- und Vernichtungslagern und damit auch das Ende der Shoa. Dies bedeutet für uns, sowohl die Befreiung der unterdrückten Menschen in den bis 1945 besetzten Ländern und der zu diesem Zeitpunkt noch lebenden WiderstandskämpferInnen gegen Deutschland zu zelebrieren, aber auch den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Das Ende des 2. Weltkrieges bedeutete die vollständige Niederlage Deutschlands und das Ende der industriellen Vernichtung der europäischen JüdInnen. Es bedeutet das Ende der Massenmorde in den osteuropäischen Staaten und der Morde an KommunistInnen, WiderstandkämpferInnen, Sinti, Roma, Behinderten und allen Menschen, die nicht in das rassistische Menschenbild der Nazis passten. Wer diesen Tag als einen der „Niederlage“ begeht, drückt damit seine anhaltende Verbundenheit mit dem „Dritten Reich“ oder seinen Institutionen aus.

Wie schon im Vorjahr nehmen regionale Neonazis diesen Termin zum Anlass ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen und aktiv Geschichtsrevisionismus zu betreiben. Dabei half ihnen die Stadt, Behörden und Polizei im letzten Jahr die Veranstaltung ohne Störungen durchzuführen. Die Anmeldung der Demo wurde bis zuletzt geheim gehalten, sodass es keinen spürbaren antifaschistischen Protest in Burg gab. Dies soll sich in diesem Jahr ändern.

Nachdem im letzten Jahr etwa 40 Neonazis aus Burg und Potsdam einen Aufmarsch durchführten ist in diesem Jahr mit weitaus mehr Neonazis zu rechnen. Auf der Homepage der „Freien Kräfte Burg“ findet man dazu nichts. Die Absicht ist, antifaschistischen Protest und ein hohes Polizeiaufgebot auszuschließen, um so frei agieren zu können.

Wir werden dies nicht hinnehmen. Wir danken den alliierten Streitkräften, den Partisanen und Widerstandskämpfern und allen die dazu beigetragen haben, der deutschen Barbarei ein Ende zu setzen. Den Naziaufmarsch stören und verhindern!