Gemeinsam gegen Nazigewalt! Solidarität mit den Opfern!

In den letzten Jahren konnten Neonazistische Strukturen im Jerichower Land, besonders in der Kreisstadt Burg, durch zum Teil erfolgreiche antifaschistische Intervention zurückgedrängt werden. Propagandaaktionen wie das verkleben von Aufklebern und Plakaten, sowie das Anbringen von rassistischen und faschistischen Parolen ließen nach. Auch kam es seit Monaten zu keinen körperlichen Angriffen auf AntifaschistInnen, MigrantInnen oder andere Menschen, die nicht in das beschränkte Weltbild der Faschisten passen, mehr. Das es nun in den letzten Wochen zu gleich zwei Angriffen von Neonazis auf Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Stadt Burg kam ist als neue Stufe von Nazigewalt zu betrachten und erfordert deshalb eine konsequente antifaschistische Reaktion, die es den Nazis unmöglich macht, weitere Angriffe durchzuführen.

An dieser Stelle wollen wir kurz die beiden Angriffe dokumentieren und darauf aufmerksam machen, dass es sich bei beiden um hauptsächlich die selben Personen handelt:

24. November 2012: Naziangriff in der Bahnhofsstraße!
In den Morgenstunden des 24. November 2012 griffen etwa 15 Neonazis, unter ihnen Mitglieder der ehemaligen „Blue White Street Elite“ (BWSE), in der Bahnhofsstraße von Burg eine kleine Gruppe von AntifaschistInnen an. Einzelne Neonazis lockten diese erst in eine Seitenstraße, worauf der größere Rest aus einem Gebüsch auf die AntifaschistInnen zustürmte und auf sie einschlug. Dabei wurden einige der angegriffenen AntifaschistInnen leicht verletzt.

12. Januar 2013: Naziangriff in der August-Bebel-Straße!
Nachdem die antifaschistischen Aktionen gegen den Nazigroßaufmarsch am 12. Januar 2013 in Magdeburg beendet wurden, reiste eine größere Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten zurück nach Burg. Am Zielbahnhof angekommen, sahen sie bereits ein Auto eines bekannten Neonazis aus dem Jerichower Land. Das Fahrzeug entfernte sich allerdings. Kurze Zeit später griffen in der August-Bebel-Straße/Ecke Gorkistraße etwa 20-25 Neonazis und Mitglieder der ehemaligen „Blue White Street Elite“ (BWSE) eine kleine Gruppe von AntifaschistInnen an. Dabei stürmten die Angreifer mit den Rufen „Kommt her ihr scheiß Zecken!“ auf die kleine Gruppe zu und schlugen und traten auf die Personen ein. Die Angreifer, die zum Teil namentlich bekannt sind, eilten wenig später in Richtung Gorkistraße, wo sie in mehreren Autos die Flucht antraten.

Mit den beiden Angriffen, sowie einigen neu aufgetauchten Sprühereien im Stadtgebiet versucht die derzeit sehr geschwächte regionale Neonaziszene auf sich aufmerksam zu machen und AntifaschistInnen einzuschüchtern. Dabei wird auf Hilfe von rechten Hooligans wie der ehemaligen „Blue White Street Elite“ (BWSE) und weiteren Hools aus Magdeburg zurückgegriffen. Dieser derzeitige Zustand ist nicht nur gefährlich für alle Menschen, die nicht dem Weltbild der Faschisten entsprechend leben und handeln, sondern stellt auch eine neue Qualität der Naziauswüchse dar. Alle Menschen im Jerichower Land sind dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen den Nazis entgegenzutreten und dafür zu sorgen, dass solche Angriffe nicht wieder möglich sind.

Nehmen wir deshalb die derzeitigen Zustände nicht länger hin und gehen gemeinsam gegen die Nazis sowie ihre Strukturen vor – zeigen wir uns solidarisch mit den Opfern rechter Gewalt!

Gemeinsam und solidarisch gegen Nazigewalt – in Burg und überall!