Ankündigungstext zu den Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen im Gedenken an Ernst Thälmann und all jener, die der faschistischen Gewalt zum Opfer fielen:

Am 18. Au­gust 2014 jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem Ernst Thälmann, nach über elfjähri­ger Gefangenschaft er­mor­det wur­de. Thälmann, der Vor­sit­zen­de der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Deutsch­lands (KPD) und Vor­sit­zen­de des Rot­en Frontkämp­ferbun­des (RFB) wur­de er am 3. März 1933 in Ber­lin durch Ver­rat von Fa­schis­ten ver­haf­tet, am 17. Au­gust 1944 von sei­nen Mördern aus der Baut­zener Zel­le ge­holt und ins KZ-Bu­chen­wald bei Wei­mar überführt und in den Mor­gen­stun­den des 18. Au­gust 1944 auf Be­fehl Hit­lers er­schos­sen. Thälmann hat kein Grab, sei­ne Asche wur­de vor dem Kre­ma­to­ri­um ver­streut. Sei­ne Er­mor­dung fand in der bun­des­deut­schen Jus­tiz bis heu­te kei­ne Sühne.

In der in­ter­na­tio­na­len So­li­da­ritäts­be­we­gung für sei­ne Frei­las­sung und für die Op­fer des Fa­schis­mus wur­de sein Name zu ei­nem Sym­bol für eine un­beug­sa­me Hal­tung ge­genüber dem Fa­schis­mus. Er konn­te wie kein an­de­rer mit ein­fa­chen und kla­ren Wor­ten den Zusammenhang von Ka­pi­ta­lis­mus, Fa­schis­mus und Krieg dar­stel­len. Dafür hass­ten und has­sen ihn sei­ne Fein­de, auch heu­te noch.

Kranzniederlegung | 18. August 2014 | 17 Uhr | KZ-Buchenwald | Weimar