»Roter Frontkämpferbund (RFB) und dessen antifaschistischer Selbstschutz«

Die Entstehungszeit des Roten Frontkämpferbundes (RFB) im Jahr 1924 war gekennzeichnet von Wirtschaftskrisen die hauptsächlich zu Lasten der damaligen Arbeiter_innen gingen, was u.a. dazu führte, dass im Zuge von Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie faschistischen Verbänden viele Arbeiter_innen starben und somit die Hauptgründe für die Herausbildung des RFB als Schutz- und Wehrorganisation bildeten. Ziel war dabei zum einen Selbstschutzaktivitäten gegen die Faschisten durchzuführen und zum anderen die unterschiedlichsten Schichten der Arbeiter_innen auf den Standpunkt des Klassenkampfes zu organisieren.

Obwohl der RFB unter Führung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) stand und Teil der kommunistischen Gesamtbewegung war, war er ideologisch dennoch unabhänig und etwa die Hälfte seiner Mitglieder waren parteilos. Innerhalb von nur fünf Jahren gelang es mehr als 200.000 Arbeiter_innen im RFB zu organisieren, weshalb es kurze Zeit später möglich war fast alle Demonstrationen der revolutionären Arbeiter_innenbewegung durch Mitglieder des RFB vor Polizeiübergriffen und faschistischen Organisationen zu schützen.

Sowohl die Entstehungsgeschichte als auch die weitere Entwicklung des RFB zeigt somit, dass die antifaschistische Schutz – und Wehrorganisation Teil des Klassenkampfes der Arbeiter_innen war und der Kampf gegen die Angriffe des Staates und der Faschisten auf einer klassenkämpferischen Grundlage geführt wurde.

Mit der Veranstaltung zum Roten Frontkämpferbund (RFB) und dessen antifaschistischen Selbstschutz soll deshalb die Notwendigkeit eines solchen Schutzes innerhalb der antifaschistischen & revolutionären Linken aufgezeigt werden und wie man diesen auch heute noch praktisch umsetzen kann.

Freitag, 25. April 2014 | 19:30 Uhr | Hugenottenkabinett (Bruchstraße 24) | Burg